Besuchen Sie uns auch hier

Partner

Hygiene-Schulungen vom Profi

Hygiene-Netzwerk

Hygiene-Smiley - Zertifizierungen und geprüfte Hygiene

Concept-K - Qualitätsoptimierung

Landesverband der Lebensmittelkontrolleure Baden-Württemberg e.V.

Messingkäfer

Bild: 

Messingkäfer gehören zur Familie der Diebskäfer (Ptinidae) und sind Hygiene- und Materialschädlinge. Die spinnenartigen Käfer wirken auf die meisten Menschen ekelerregend. Messingkäfer sind freßgie-rig und lieben Textilien! Der Schaden kann groß werden.

Aussehen

Käfer: 2,5 bis 5 mm lang, spinnenartig, rotbraun mit dichter, messingglänzender Behaarung. Lange Beine mit keulig verdickten Schenkeln. Stark aufgewölbter Hinterleib. Deutlich gegliederte Fühler (sehen fast wie Beine aus). Flugunfähig.

Eier: 0,6 bis 1 mm lang, länglich, oval, zuerst weiß und später gelblich. Mit klebrigem Sekret überzogen, an dem Nahrungs- und Schmutzpartikel aus der Umge-bung kleben. Darum schwer auffindbar.

Larven: Nach dem Schlüpfen 1,5 mm lang, erwachsen 5 bis 7 mm. Körper gedrungen und fleischig. Zur Bauchseite hin etwas eingekrümmt. 3 Brustbeinpaare. Spärlich behaart, blaß weiß, später gelblich mit hellbrauner Kopfkapsel.

Puppen: Im gesponnenen, ovalen Kokon liegend 3,4 bis 5,4 mm lang, weißlich, später elfenbeinfarbig, spärlich behaart.

Entwicklung

Bis zu 200 Eier legt das Weibchen bei günstigen Verhältnissen ab; im Normalfall sind es 50 bis 150. Die Legeperiode dauert mehrere Monate; die Eiruhe ca. 14 Tage. Das Larvenstadium mit 2 bis 3 Häutungen dauert ca. 75 Tage.

Die Umwandlung zum Käfer erfolgt in gesponnenen Kokons. Die Puppenruhe dauert ca. 15 Tage. Danach ruht der Käfer noch 18 Tage im Kokon.

Die gesamte Entwicklungsdauer beträgt ca. 4 Monate. Die herumvagabundierenden Käfer leben dann noch ca. 5 ½ Monate. Es gibt 1 bis 2 Generationen pro Jahr.

Bei günstigen Verhältnissen erfolgt in ca. 5 Wochen eine Bestandsverdoppelung.

Nahrung und Schaden

Messingkäfer sind Allesfresser. Als Nahrung dienen den Käfern und Larven z. B. Getreide, alle Getreideprodukte, Heu, Stroh, Samen, Drogen, Trockenfrüchte, Kakao, Tapetenkleister, Häute, Felle, Leder und Wollabfälle.

Aber auch Knochen, tote Insekten, Kot von Ratten und Mäusen werden nicht verschmäht.

Besonders bei Massenvorkommen in Wohnräumen wirkt der Messingkäfer in hohem Maße ekelerregend. Er ist dann wirklich überall anzutreffen (in Wäsche, Geschirr, Waschbecken, Schwämmen, Bürsten, Lampen, an frischem Brot und anderen Lebensmitteln etc.) und kann so Wohlbefinden und Gesundheit des Menschen beeinträchtigen.

Achtung bei Textilien!

Umherwandernde Käfer sind sehr freßgierig und benagen auch Stoffe, die für ihre Ernährung unbrauchbar sind. Dabei entwickeln sie eine gefährliche Vorliebe für Textilien. Es sind erhebliche Schäden möglich!

Mit ihren kräftigen Mundwerkzeugen pflegen Messingkäfer die Fasern vor dem Zernagen aus dem Gewebe herauszuziehen. Dadurch entstehen in dünneren Stoffen Löcher von meist rundlicher Form, zuweilen mit ausgefransten Rändern.