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Hausstaubmilbenallergie

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Die Hausstaubmilbenallergie wird in der Regel durch die sehr kleinen, mit dem bloßen Auge nicht sichtbaren Milben hervorgerufen. Milben sind in jeder Wohnung anzutreffen und bilden einen Teil des Hausstaubs. Die Exkremente der Milben können mit feinen Staubpartikeln in die Atemluft gelangen und bei Allergikern entsprechende Beschwerden auslö-sen.

Ideale Lebensbedingungen bestehen für die Milben bei einer Temperatur von über 21 °C und einer relativen Luftfeuchte von ca. 70 – 80 %. Die günstigste Entwicklungsumgebung findet sich daher im Bett bzw. auf die Jahreszeit bezogen im Spätsommer. Vom Schlafenden werden Hautschuppen abgestoßen, welche dann in Matratzen, Kissen sowie Decken den Milben als Nahrung dienen.

Im Mittelpunkt notwendiger Sanierungsmaßnahmen steht daher immer zuerst das Bett. Zur optimalen Lüftung sollte das Bett auf Füßen stehen und keinen geschlossenen Bettkasten haben. Unter der Matratze ist ein Lattenrost oder Drahtrost zu empfehlen. Matratzen aus natürlichen Materialien sind auszutauschen oder mit einem entsprechend dafür vorgesehenen Matratzenüberzug zu versehen. Matratzen aus natürlichem Material schaffen für das Wachstum der Milben ideale Bedingungen. Sie dienen den Milben auch als Futter.

Geeignete Matratzen sind aus Latexmaterial oder Polyester. Textilien wie Terylene, Diolen oder Trevira sind wegen ihrer geringen Feuchtigkeitsaufnahme als Bettwäsche geeignet. Die Matratzen sollten ebenfalls mit einem milbendichten Matratzenüberzug versehen werden. Die Kosten für diese Matratzenüberzüge werden heutzutage in aller Regel von den Krankenkassen übernommen, die Kosten für Decke und Kopfkissen nur von einzelnen (im Einzelfall bitte bei der zuständigen Krankenkasse anfragen).

Für Kopfkissen und Deckbetten sollten Füllungen aus Chemiefasern verwendet werden, die mindestens mit 60 °C oder besser noch mit 95 °C waschbar sind. Es empfiehlt sich, die Decken und Kissen alle zwei Monate zu waschen, insbesondere in den Wintermonaten. Um eine Verschleppungsgefahr der Milben bis zum Waschvorgang zu verhindern, ist es empfehlenswert, diese vor Ort in spezielle Waschbeutel zu packen, die sich beim Waschvorgang auflösen.
 

 

Kissen- und Bettbezüge sollten wöchentlich gewechselt und mit 95 °C gewaschen werden. Das Bett sollte nach dem Aufstehen gut gelüftet werden, damit es trocknet und abkühlt.

Stofftiere, welche nicht waschbar sind, dürfen nicht in das Schlafzimmer mitgenommen werden. Hier könnten sich sonst Milben weiter vermehren. Kleinteile oder auch Stofftiere, welche nicht gewaschen werden können, sollten mit Trockeneis bei - 78 °C behandelt werden.

Unmittelbar vor dem Schlafengehen sollte nicht gebadet oder geduscht werden, da durch die Wärme und Feuchtigkeit die Ansiedlung der Milben gefördert wird. Auch auf das Haarewaschen sollte kurz vor dem Zubettgehen verzichtet werden.

Teppichböden sind ebenfalls ein optimaler Vermehrungsort für Milben – sie sollten nach Möglichkeit durch feucht wischbare Böden wie Parkett, Laminat oder PVC ersetzt werden. Andernfalls empfehlen sich kurzflorige Teppiche aus modernen Kunstfasern, die wenig Feuchtigkeit speichern.

Einrichtungsgegenstände, welche aus Materialien mit hoher Feuchtigkeitsaufnahme stammen, müssen ent-fernt werden (bspw. Leinen, Baumwolle, Schafswolle, Viskose). Sie sind durch synthetische Materialien zu ersetzen.

Es ist schlicht unmöglich, die Wohnung milbenfrei zu saugen. Wenn gesaugt wird, dann nach Möglichkeit  mit einem Staubsauger, der einen dafür vorgesehenen Staubbeutel oder Filter hat. Allergiker selbst sollten auf das Saugen verzichten.

Zur Bekämpfung der Milben sollte ein wasserfreies Kurzzeitinsektizid verwendet werden. Eine insektizidfreie Möglichkeit ist der Einsatz von Trockeneis, welches in dünnen Schichten kurzfristig auf die befallenen Bereiche aufgebracht wird. Der Einsatz von Trockeneis hat auf die befallenen Materialien und Gegenstände keine negative Auswirkung. Allerdings besteht durch den Einsatz von Insektiziden und auch von Trockeneis die Gefahr, daß die natürlichen Gegenspieler der Milben mitbekämpft werden.
 

Je trockener und kühler eine Wohnung ist, um so schlechter sind die Lebens- und Umgebungsbedingungen für die Milben. Ideal sind Innenraumtemperaturen von 18 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 50 % (zumindest im Schlafzimmer).  Vermieden werden sollte das Aufstellen von Luftbefeuchtern oder ähnlichen Geräten.

Problematisch bei einer Hausstaubmilbenallergie ist auch die Haustierhaltung. Beides verträgt sich nicht. Die Anwesenheit von Haustieren fördert das Milben-wachstum. Weiterhin kann es bei Milbenallergikern oft auch zu einer Tierhaarallergie kommen.

Zur Überprüfung bzw. Abschätzung einer Milbenbelastung (vor und nach der Sanierung/Renovierung) gibt es in der Apotheke spezielle Produkte (z. B. Acarex-Test). Die Handhabung ist unkompliziert.

Das gesamte Schneemeister-Produkt- und Dienstleistungsangebot bietet Ihnen eine optimale Lösung zur Reduzierung und Bekämpfung Ihres Milbenbefalls. Wir beraten Sie gerne durch unser fachkundiges Personal. Fragen Sie uns bitte. Wir helfen Ihnen gerne weiter.